5 erfolgreiche Startups mit der MVP Methode

5 erfolgreiche Startups mit der MVP Methode

Um ein so genanntes Minimal Viable Product – also ein minimal überlebensfähiges Produkt – zu entwickeln, sind die Phasen Build, Measure und Learn essenziell. Es geht darum, einen Prototypen zu bauen, Feedback der Kunden einzuholen und auf dieser Basis den Prototypen zu verbessern. Im Anschluss fängt man von vorne an. Für viele Startup war und ist dieses Prinzip, das Eric Ries in seinem Buch „The lean startup“ beschreibt, ein Erfolgsgarant. Im folgenden Beitrag stellen wir euch fünf Startups vor, die genau nach diesem Prinzip agiert haben.

Dropbox

Einer der sicherlich bekanntesten Cloud-Speicher der Welt ist Dropbox. Im Jahr 2007 erkannte einer der beiden Gründer, Drew Housten, ein Problem, das viele Menschen im Alltag hatten: Dateien mussten gespeichert werden, der notwendige USB-Speicherstick war jedoch nicht griffbereit. Eine erste Idee war daraufhin gemeinsam mit dem zweiten Gründer, Arash Ferdoski, schnell entwickelt und das zugehörige MVP fand bei potenziellen Investoren direkt Anklang: Ein persönlicher Speicherort im Internet, den man zudem mit anderen Nutzern teilen konnte. Mit dem nötigen Venture Capital konnte der Grundstein für einen der erfolgreichsten Cloud-Speicher der heutigen Zeit gelegt werden.

Zappos

Als Pendant zum deutschen Zalando ist Zappos der weltweit größte Online-Shop für Schuhe. Der damalige Gründe Nick Swinmurn adaptierte die MVP-Methode auf besonders einfache Weise, indem er Fotos von Schuhen in Läden des stationären Schuhhandels machte und diese als Produkte in seinem Online-Shop einstellte. Bestellte ein Kunde ein Modell eines Schuhs, so kaufte Nick das Paar in dem jeweiligen Laden und schickte es dem Kunden per Post zu. Schnell war klar, dass der Online-Handel mit Schuhen große Nachfrage fand. Sein Geschäftsmodell war so erfolgreich, dass sich Amazon sein Startup für 850 Millionen Dollar sicherte. Nick Swinmurn steht noch heute für ein Paradebeispiel eines Lean Startups.

Airbnb

Die Geschichte ist mittlerweile bestens bekannt: Airnbnb vermittelt weltweit mehr Übernachtungen pro Jahr als die fünf größten Hotelketten zusammen und besitzt dabei nicht ein einziges Zimmer, geschweige denn Gebäude. Airbnb ist eine reine Vermittlungsplattform und erwirtschaftet seinen Umsatz, der mittlerweile bei knapp drei Milliarden Dollar liegen dürfte, allein über die Provision der Zimmervermittlung. Das Unternehmen ist erst zehn Jahre alt und hatte eine relativ schwierige und lange Anlaufphase. Erst nach zwei Jahren erhielten die Gründer Brian Chesky, Joe Gebbia und Nathan Blecharczyk eine erste nennenswerte Förderung über die bekannte Startup Finanzierung Y Combinator. Dadurch konnten sie ihr MVP weiterentwickeln und beweisen, dass das Geschäftsmodell funktioniert. Heute erleichtert Airbnb weltweit reisenden Personen die Zimmersuche und trägt dazu bei, dass aus nicht genutztem Eigentum Geld erwirtschaftet werden kann. Eine klassische Win-Win-Situation.

Twitter

Ursprünglich als Podcast Plattform unter dem Namen Odeo erfunden, wurde die Idee relativ schnell verworfen, als Itunes in den Podcast Markt drängte. Die Gründer um Jack Dorsey reagierten und gründeten 2006 „twttr“, den weltweit ersten Microblogging Service. Zwischen dem Gründungsjahr und 2015, als Twitter sein Zenit erreichte, stiegen die Nutzerzahlen auf beachtliche 300 Millionen User. Zwar hat der Dienst heute die ein oder andere Herausforderung mit der Monetarisierung – aus der Medienwelt ist er dennoch nicht mehr wegzudenken.

Android

Android, heute als Google‘s Betriebssystem für Smartphones bekannt, wurde 2003 als Startup von Andy Rubin gegründet und war ursprünglich eine Steuerung für Digitalkameras. Nachdem der Gründer über die Lean Startup Methode erkannte, dass der Markt zu klein war, um signifikant zu wachsen, passte er sein ursprüngliches Geschäftsmodell an und entwickelte als MVP eine Software für Smartphones. 2005 sicherte sich Google das Startup für aus heutiger Sicht günstigen 50 Millionen Dollar und legte damit den Grundstein für das meist verbreitete Smartphone Betriebssystem überhaupt. Android ist ein besonders gutes Beispiel für die Neuausrichtung der Produktidee, welche insbesondere durch die Vorgehensweise der Lean Startup Methode gefördert wird.

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Ansprechpartner: Ute Seelig oder Martin Stoll